Weniger Schweinefleisch in Polen


Der Abbau der polnischen Schweinebestände wird im 2. Halbjahr 2011 zu einer spürbar kleineren Fleischerzeugung führen. Der Importbedarf könnte dann zunehmen. Ende März hatte die Statistikbehörde in Warschau mit etwa 13,1 Millionen Schweinen einen neuen Tiefstand der Bestandszahl registriert. Weil jedoch die Mäster noch im Jahr 2010 kräftig aufgestockt hatten, wächst zurzeit die Schweinefleischerzeugung in Polen. Das agrarökonomische Institut IERiGZ in Warschau rechnet im 1. Halbjahr 2011 mit einem Anstieg um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im 2. Halbjahr 2011 ist aber ein Rückgang um etwa 8 Prozent absehbar, der voraussichtlich im Kalenderjahr 2012 noch deutlicher ausfallen wird.

Mit sinkender Erzeugung in Polen ergeben sich wieder Absatzmöglichkeiten für deutsches Schweinefleisch. Die polnischen Importe zeigen je nach Umfang der Eigenversorgung große Ausschläge. Nach Angaben des IERiGZ haben die polnischen Nettoimporte von Schweinefleisch 2010 etwa 140.000 t betragen. Im Jahr 2009 waren sie mit fast 280.000 t doppelt so hoch. (db)
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