Weniger Verwaltungsaufwand für "kleinere" Erzeuger geplant

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Landwirten, die weniger als 1.000 Euro an Flächen- und Tierprämien im Jahr aus dem EU-Haushalt erhalten, soll der Verwaltungsaufwand erleichtert werden. Für diese "kleinen" Erzeuger soll zukünftig ein Antrag für gleich drei Jahre ausreichen. Bisher mussten die unterschiedlichen Prämien, wie bei allen anderen Betrieben auch, einzeln und für jedes Jahr von neuem beantragt werden. Dies sieht ein Vorschlag der Kommission vor, den Agrarkommissar Franz Fischler am Montag in Brüssel vorstellte. Zunächst soll es sich um einen Versuch für die Jahre 2002 bis 2005 handeln. 500.000 Landwirte kämen in der EU 15 dafür in Frage, wobei diese vor allem in Südeuropa anzutreffen sein, berichtete Fischler. Bedingung sei, dass der Landwirt drei Jahre zuvor im alten System ein Recht auf Prämien hatte. Ist der Antrag für die folgenden drei Jahre einmal genehmigt, muss der Erzeuger nicht mehr die Produktion im angegebenen Umfang aufrecht erhalten. Die Kommission schätzt, dass der Kontrollaufwand höher ist als mögliche Verluste. Außerdem kommt die vereinfacht gewährte Direktzahlung dann in die Green-Box der WTO, weil sie nicht mehr von der aktuellen Produktion abhängt. Der Agrarministerrat muss die Pläne der Kommission noch befürworten. (Mö)
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