Weniger Zucker für Bioethanol


Für den steigenden Verbrauch von Bioethanol in Deutschland sind hohe Importe erforderlich. Die Inlandserzeugung sinkt. Die Bioethanolanlagen in Deutschland haben im 1. Halbjahr 2011 rund 243.000 t Bioethanol hergestellt. Das waren etwa 8 Prozent weniger als im Vorjahrszeitraum, zeigen Zahlen des Bundesverbandes der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe). Dem gegenüber hat eine Zunahme des Verbrauches im Biokraftstoffsektor gestanden. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) weist für das 1. Halbjahr 2011 einen Verbrauch von rund 570.000 t Bioethanol und damit einen Anstieg um fast 5 Prozent gegenüber dem 1. Halbjahr 2010 aus. Das bedeutet, dass im 1. Halbjahr 2011 rund 57 Prozent des deutschen Verbrauches aus Importen gedeckt worden sind.

Als Begründung für die rückläufige Erzeugung in Deutschland nennt der BDBe die hohen Zuckerpreise. Die Verwendung von Zucker zur Bioethanolherstellung ist nach Angaben des Verbandes im 1. Halbjahr 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund ein Drittel geschrumpft. (db)
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