Einbruch

Weniger deutsches Fleisch nach Russland


Der deutsche Fleischexport nach Russland ist in den ersten fünf Monaten 2013 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum weiter drastisch eingebrochen. Besonders stark rückläufig waren nach Angaben des Verbandes der Fleischwirtschaft die Ausfuhren von Rind- (minus 62 Prozent) und Geflügelfleisch (minus 70 Prozent). Die Exporte von gekühltem Rindfleisch seien in den Monaten März bis Mai sogar zum Erliegen gekommen.

Nachdem die Schweinefleischexporte bereits im Kalenderjahr 2012 um 24 Prozent gesunken waren, musste von Januar bis Mai 2013 ein weiterer Rückgang um 21 Prozent registriert werden, so der Verband. Der wesentliche Grund für diese Entwicklung sei die seit Jahren zunehmende Verschärfung russischer Veterinärmaßnahmen, wie das seit Februar 2013 bestehende russische Einfuhrverbot für frisches, gekühltes Fleisch und die zahlreichen Sperrungen von zugelassenen Lieferbetrieben.

Als Hintergrund wird die russische Kritik „wegen unzureichender amtlicher Veterinärüberwachung zur Einhaltung der spezifischen russischen Anforderungen in Exportbetrieben" genannt.

Zuletzt wurden im Juni 2013 weitere neun Fleischlieferbetriebe vom russischen Veterinärdienst für die Ausfuhr nach Russland gesperrt. Damit dürfte der Fleischexport nach Russland ab Juli einen weiteren deutlichen Einbruch erlitten haben, prognostiziert der Verband. (Sz)
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