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In deutschen Supermärkten sind durchschnittlich weniger als drei Prozent Bio-Produkte im Angebot. Das ist das Ergebnis einer gestern veröffentlichten Marktanalyse des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), des Instituts für Markt-Umwelt-Gesellschaft (imug) e.V. in Hannover und des Öko-Instituts Freiburg e.V. Bei zu vielen Nahrungsmitteln gebe es überhaupt keine Öko-Alternative. Die wenigen Bio-Waren seien zudem schwer zu erkennen, werden nicht flächendeckend angeboten und schlecht beworben.

Als Haupthindernisse einer nennenswerten Ausweitung des Bio-Angebotes werden das Fehlen eines verlässlichen Öko-Kennzeichens, die zu geringe Kundenresonanz, zu hohe Preise und zu wenige Produktalternativen genannt. Fast alle Supermarkt-Ketten versprechen jedoch Erweiterungen ihrer Bio-Sortimente. Ingo Schoenheit, Geschäftsführer bei imug sagte: "Die Supermärkte sind aufgefordert, zunächst die Werbung für bereits vorhandene Bio-Angebote zu intensivieren und zugleich ihre Waren-Palette in den entsprechenden Segmenten stark auszubauen. Unsere Praxis-Checks in den Läden haben gezeigt, dass Bio-Produkte entweder gar nicht oder oft sehr schlecht zu finden sind und zudem kaum beworben werden." (ED)
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