Werhahn eröffnet Backshops in China


Schwache Mehlpreise setzen die Mühlenbetriebe der Werhahn-Gruppe unter Druck. Die Marken Goldpuder und Diamant gewinnen Marktanteile hinzu. Die Wilh. Werhahn KG, Neuss, verzeichnet für den Geschäftsbereich Backprodukte im Jahr 2009 einen Umsatzrückgang um 25 Prozent auf 365 Mio. €. Der Bereich gliedert sich in die drei Sparten Industrie- und Bäckermehl (IBM), Bakery Ingredients Group und Endverbraucher-Marken (EVM).  "Immer mehr Verbraucher entscheiden sich zum Kauf von günstigen Brot- und Backwaren", sagte heute Vorstandsmitglied Claus Holst-Gydesen während der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf. Der Preisdruck, den der Lebensmitteleinzelhandel ausübe, führte 2009 laut Holst-Gydesen zu einem operativen Ergebnisrückgang gegenüber dem erfolgreichen Vorjahr.

Im Geschäftsbereich Backprodukte konzentriert sich Werhahn auf die Errichtung einer Backshopkette in China. So gibt es dort bereits eine Zentralbäckerei, die für die Belieferung von 20 Verkaufsstellen ausgelegt ist. In Schanghai wurden die ersten zwei Outlets eröffnet. Finanzvorstand Dr. Michael Werhahn verwies in Düsseldorf auf das schwierge wirtschaftliche Umfeld, in dem sich der Konzern befindet. Dennoch konnte der Umsatz der Werhahn-Gruppe 2009 mit knapp 2,5 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr stabil gehalten werden. Der Konzern-Jahresüberschuss nach Steuern lag bei 116 Mio. €. Für das Jahr 2011 erwartet Werhahn ein leicht rückläufiges Ergebnis. (da) 
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