Kalidünger

Werk Hattdorf steht wieder still

Grund für die Unterbrechung ist das Niedrigwasser in der Werra, teilt die K+S mit. Der geringe Wasserstand untersagt es K+S, Salzabwässer der Kaliproduktion in die Werra zu leiten. Die überschüssigen Abwässer wurden in den vergangenen Tagen in Speicherbecken zwischengestapelt, um sie bei steigendem Werra-Pegel in den Fluss einleiten zu können. Das Fassungsvermögen der Speicherbecken für Produktionsabwässer ist nahezu erschöpft, so dass die Produktion am Standort Hattorf mit Ausnahme der Bittersalz-Herstellung am Samstag zunächst eingestellt werden muss.

Seit der Wiederaufnahme der Kali-Produktion am Standort Hattorf Anfang Januar 2017 wurden alle zur Verfügung stehenden Entsorgungswege wie die Einleitung in die Werra, die Versenkung in das Plattendolomit und die Entsorgung in Bergwerken intensiv genutzt. Eine Wiederaufnahme der Produktion in Hattdorf ist erst bei einer nennenswert höheren Wasserführung der Werra möglich. Bei jahreszeitlich normaler Wasserführung der Werra liegt der Wasserdurchfluss im Januar durchschnittlich bei knapp 50 Kubikmeter pro Sekunde. Im Januar 2017 lag dieser tatsächlich bisher nur bei 10 bis 15 Kubikmeter pro Sekunde. Bei diesen Pegelständen können dann unter Einhaltung bestehender Grenzwerte fast nur Haldenwässer und kaum Produktionsabwässer in die Werra eingeleitet werden, begründet K+S das Vorgehen. (da)
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