Mit dem Anbau nach den Richtlinien der internationalen Vereinigung für ökologische Landwirtschaft (Ifoam) können viele Nachhaltigkeitsziele zugleich erreicht werden, erklärte Markus Arbenz, Geschäftsführer Ifoam international. Öko-Landwirte fördern nachweislich Biologische Vielfalt in der Landschaft. Zudem leiste sie einen Beitrag zum Klimaschutz mit der Kohlenstofffixierung im Boden. Mit den Methoden der ökologischen Landwirtschaft sei der Schutz von Wasser verbunden, indem auf Pflanzenschutz und synthetische Düngemittel verzichtet werde.

Durch die Verteilung der Wertschöpfung über die gesamte Kette trage Öko-Landbau zu einer nachhaltigen Entwicklung auch von Produzentenländern bei und betriebe Migrationsprävention. Zudem zeige sich, dass sich Öko-Verbraucher gesünder ernähren, berichtet Arbenz. Daher sei die Öko-Produktion ein Beitrag zu einem nachhaltigen Lebensmittelsystem und einer gesunden Ernährung.

"Wir können es uns nicht leisten, auf diese Möglichkeiten für mehr Nachhaltigkeit zu verzichten", pflichtet Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt ihm bei. Für eine nachhaltige und sichere Versorgung der Weltbevölkerung müsse auf die Ressourcen Rücksicht genommen werden. "Deshalb nimmt sich die Bundesregierung wieder vor, den Anteil des Öko-Anbaus mit konkreten Maßnahmen auf 20 Prozent zu bringen", sagte Schmidt. Deutschland als zweitgrößter Markt weltweit biete dafür gute Voraussetzungen. (brs)
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