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Die Wertschöpfung und Ertragslage der deutschen Landwirtschaft hat sich im vergangenen Wirtschaftsjahr 2003/04 deutlich gesteigert. Der Agrarpolitische Bericht der Bundesregierung, den Landwirtschaftsministerin Renate Künast am Mittwoch in Berlin vorgelegt hat, weist einen Anstieg der Nettowertschöpfung um 14,3 Prozent auf 10,8 Mrd. EUR aus. Der durchschnittliche Unternehmensgewinn sei um 4,8 Prozent auf 28.254 EUR gestiegen. Getragen wurde die Entwicklung durch höhere Preise für Getreide, Kartoffeln und Zuckerrüben. Dämpfend auf die Einkommensentwicklung habe der Rückgang der Milchpreise, gestiegene Aufwendungen und ein trockenheitsbedingter Rückgang der Hektarerträge gewirkt. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ging um 15.700 (4 Prozent) auf 372.400 zurück.

Der Ausblick auf das aktuelle Wirtschaftsjahr 2004/05 geht von weiteren Verbesserungen der Ertragslage aus. "Bei den Haupterwerbsbetrieben ist mit einem Einkommenszuwachs von 10 Prozent zu rechnen", erklärte Künast. Es sei zu erwarten, das der Milchpreis sich stabilisiere und es höhere Erlöse bei Ackerbau und der Schweinehaltung gebe. Künast kündigte eine Fortführung der Agrarwende an. Die zweite Stufe der Reformen werde die Überschrift "Mehr Qualität!" tragen. (gk)
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