Die 40 Waren führenden Gesellschaften der GVWE erzielten im Jahr 2012 Umsatzerlöse von knapp 1,8 Mrd. €. Das war ein Zuwachs von 7,5 Prozent. Der durchschnittliche Warenumsatz je Unternehmen liege bei 42 Mio. €, heißt es in einer Mitteilung des Verbundes. Der Umsatzanstieg sei vor allem preisbedingt gewesen. Über die Hälfte des Umsatzes entfiel auf Futtermittel. Dieser hohe Anteil spiegele die starke Bedeutung der Veredlungswirtschaft in der Landwirtschaft in Weser-Ems wider.

Die 24 in der Viehvermarktung tätigen Genossenschaften konnten ihre Marktposition behaupten, heißt es. Mit insgesamt 7,8 Millionen vermarkteter Tiere, davon rund 3,8 Millionen Schlachtschweine, wurde das Vorjahresniveau in einem insgesamt etwas schwächeren Markt erreicht. Der Umsatz stieg um 9,3 Prozent auf fast 1,2 Mrd. €.

Die dem GVWE angehörenden genossenschaftlichen Molkereien hatten im Jahresverlauf 2012 große Milchmengen zu verarbeiten, bei einer gleichzeitig verhaltenen Nachfrage nach Milchprodukten. Im Durchschnitt erhielten die Milchvieh haltenden Betriebe in Niedersachsen nur rund 30 Cent pro kg Milch. Im Jahr zuvor waren es im Durchschnitt noch knapp 35 Cent.

Die Anzahl der in Weser-Ems tätigen Energiegenossenschaften steige kontinuierlich an. Gegenwärtig sind es 60, die zum Teil ihre Mitglieder mit Strom, Erdgas sowie Wärme aus örtlichen Nahwärmenetzen versorgen. Andere Energiegenossenschaften betreiben gemeinschaftlich Photovoltaikanlagen oder Windkraftanlagen.

Die Bilanzsumme der dem GVWE angehörenden 57 Genossenschaftsbanken erhöhte sich um 5,7 Prozent auf 21,3 Mrd. €. Die durchschnittliche Bilanzsumme lag bei 375 Mio. Euro (Vorjahr: rund 368 Mio. Euro).

Im Gastvortrag befasste sich der Philosoph Precht mit „Moral und Verantwortung für eine zukünftige Gesellschaft“. Vor allem widmete er sich intensiv dem Begriff der Moral, an die man so leicht appellieren könnte, ohne dass sie einen zu irgendetwas verpflichte. (hed)
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