Westfleisch ermittelt CO2-Footprint für Rindfleisch

Bei der Erzeugung von Rindfleisch entstehen 14,3 bis 15,3 kg CO2-Äquivalente pro kg Muskelfleisch. Zu diesem Ergebnis kommt die Westfleisch e.G, Münster. Mit der jetzt veröffentlichten Öko-Bilanz für den CO2-"Fußabdruck" von Rindfleisch vervollständigt das Unternehmen seine Analyse für den gesamten Rotfleischbereich. Vor zwei Jahren ermittelte das genossenschaftliche Schlachtunternehmen den CO2-Fußabdruck für Schweinefleisch mit 3,2 kg und für Kalbfleisch im Jahr 2011 mit 8,7 bis 10,9 kg CO2-Äquivalente pro kg Fleisch.

Die Spannweite der Werte für den Bereich Rindfleisch begründet Westfleisch mit Rasse- und Geschlechts- sowie Nutzungseinflüssen (Ein-/Zweinutzungsrind) in der Erzeugung. Auch sei der CO2-Fußabdruck für Rinderverarbeitungsfleisch von weiblichen Tieren einer Milchnutzungsrasse mit 6,6 kg CO2-Äquivalenten pro kg Fleisch nur etwa halb so groß wie der von Rindfleisch. In diesem Fall seien etwa 40 Prozent auf direkte Methanemissionen der Mutterkuh zurückzuführen. Im Fall von Milchkühen sei das Hauptprodukt die Milch, die für einen großen Teil der Treibhausgasemissionen stehe und mit einem höheren Wert angesetzt werden müsse.

Für die Ende Mai in Münster stattfindende Generalversammlung der Genossenschaft kündigte Westfleisch eine aktualisierte Fassung ihres bisher vorgelegten Nachhaltigkeitsberichts an. Ab dem kommenden Jahr will das Unternehmen die vervollständigten Daten für den Rotfleischbereich nutzen und in seine Ökobilanzierungen einbringen. (jst)
stats