Fleischverarbeitung

Westfleisch investiert in Wachstum

Bei der Generalversammlung der Westfleisch in Münster kündigte die Unternehmensspitze weitere Investitionen in die Standorte der Genossenschaft an. Noch in diesem Jahr solle die Schlachtkapazitäten für Schweine in Coesfeld und Oer-Erkenschwick erhöht werden, berichtete Vorstand Johannes Steinhoff am Montag in Münster.

Bereits abgeschlossen sind Investitionen in die Rinderverarbeitung. Mit der Inbetriebnahme der neu gebauten Rinderzerlegung im Mai dieses Jahres habe der Westfleisch Standort in Lübbecke seine Position als einer der größten und modernsten Schlacht- und Zerlegebetriebe für Großvieh in Europa gefestigt, so Steinhoff. Die Verdoppelung des Versandlagers bei der Veredelungstochter Westfalenland sei bereits im März erfolgreich abgeschlossen worden.

Enge Beziehungen zu Handelspartnern

„Namhafte Handelspartner erkennen und schätzen die Vorteile einer nachvollziehbaren Geschäftsbeziehung vom Stall bis zur Theke“, unterstrich Vorstand Carsten Schruck. Das zahle sich für Westfleisch und seine Mitglieder in Form von Exklusiv-Lieferverträgen und Kooperationen aus. „Diese Form der Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Landwirten und Westfleisch als genossenschaftlichem Vermarkter ist in dieser Größenordnung einmalig in der deutschen Fleischerzeugung“, sagte Schruck weiter.

Die Westfleisch stellt sich den Veränderungen in der Agrar- und Ernährungsbranche. „Das Kastenstand-Urteil, das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration oder das staatliche Tierwohllabel sind große Herausforderungen für die Landwirtschaft und unsere Genossenschaft“, führte Steinhoff aus. Der Strukturwandel setze sich auf Erzeuger- und auch auf Industrieseite fort, was zu einer weiteren Marktkonzentration führe. (SB)
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