Akquisition

Westfleisch kauft Gausepohl

Westfleisch sieht Chancen zur Marktstabilisierung.
-- , Foto: Westfleisch
Westfleisch sieht Chancen zur Marktstabilisierung.

Die Westfleisch eG in Münster übernimmt die beiden insolventen Gesellschaften, die Gausepohl Qualitätsfleisch GmbH & Co KG und die Fleischversand Heinz Gausepohl GmbH & Co KG. Das teilte der Insolvenzverwalter Wilmer & Partner heute mit.

Westfleisch übernimmt demnach sämtliche Vermögensgegenstände wie Betriebsimmobilien, Maschinen und technische Anlagen sowie die Beschäftigten beider Gausepohl-Gesellschaften an den Standorten Dissen und Bakum. Die Rindfleischsparte der Gausepohl-Gruppe hatte zuletzt einen Umsatz von rund 150 Mio. € erwirtschaftet. Das Bundeskartellamt hat der Transaktion den weiteren Angaben nach bereits zugestimmt.

Über den Kaufpreis und die Details der Transaktion machten die Beteiligten keine Angaben. Jedoch seien die Verträge so gestaltet, dass „der Kaufpreis zu einer ungewöhnlich hohen Befriedigungsquote der Gläubiger von bis zu 50 Prozent“ führen könne, teilte der Insolvenzverwalter mit. Die durchschnittliche Quote in typischen Insolvenzverfahren liege bei 5 Prozent. Gläubiger sind im Fall Gausepohl vor allem Landwirte und Viehhändler aus der Region.

Westfleisch kündigte an, gemeinsam mit der Gausepohl-Belegschaft an „Zukunftskonzepten“ zu arbeiten. Durch die Ausweitung des Erfassungsgebiets bei Großvieh im nordwestdeutschen Raum sieht Westfleisch-Vorstand Dr. Helfried Giesen „eine gute Chance zur Stabilisierung des Rindfleischmarktes für SB-Fleisch, TK-Convenience sowie im Frischfleisch-Geschäft und Export.“(pio)
stats