Westfleisch plant Dreimonatspreis


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Die Westfleisch eG, Münster, bietet ihren Mitgliedern ein neues Abrechnungsmodell an, bei dem sich der Auszahlungspreis für Schlachtschweine an einem mehrwöchigen Durchschnittspreis orientiert. Geplant ist, den Durchschnitt der Westfleisch-Hauspreise aus den sechs Wochen vor und den sechs Wochen nach der Anlieferung der Schweine an die Landwirte auszuzahlen, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Die Abrechnung und Auszahlung erfolgt erst sechs Wochen nach der Schlachtung. Als Ausgleich für die späte Überweisung des Geldes erhalten die Landwirte einen Zuschlag von 1 Cent/kg Schlachtgewicht. Zunächst sollen für jeden Schlachthof mindestens 20 Landwirte gewonnen werden, die sich an dem neuen Modell beteiligen. Von dem Mehrwochenpreis erhofft sich das Unternehmen Westfleisch mehr Ruhe am Markt, die Glättung von Preisspitzen und Vorteile in der Logistik. Die Landwirte müssten beim Verkauf nicht mehr auf aktuelle Schwankungen der Preise reagieren und könnten die Schweine vermarkten, wenn sie das ideale Schlachtgewicht erreicht haben. (SB)
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