-- , Foto: Westfleisch

Bei Westfleisch steht Ende 2015 ein Minus von 4,1 Mio. € in den Büchern. Im Jahr 2014 hatte der Konzern noch einen Gewinn von 12,1 Mio. € verbuchen können. Dies habe auch für die Anteilseigner Folgen, teilte Westfleisch den Genossenschaftsmitgliedern mit. Eine Dividende auf die Geschäftsguthaben und Sonderboni werde es für 2015 nicht geben. Das Jahresergebnis der Westfleisch SCE mbH habe jedoch keine Auswirkungen auf die Vertrags-Boni, die Zinsen für das angelegte Genussscheinkapital und die Dividende der Westfleisch Finanz AG. „Diese kommen selbstverständlich zur Auszahlung“, heißt es in der Information an die Landwirte.

Absatz erreicht Allzeithoch

Der Konzernumsatz sank 2015 um 3,9 Prozent auf 2,4 Mrd. €. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging im Vergleich zum Vorjahr um gut ein Drittel (21,9 Mio. €) auf 39,5 Mio. € zurück. Ursachen dafür seien zum einen die deutlichen Margenrückgänge, insbesondere im Schweinefleischgeschäft, zum anderen externe Faktoren wie steigende Kosten durch den gesetzlichen Mindestlohn und andere politische Faktoren wie das Russland-Embargo. Der Fleischabsatz der Westfleisch-Gruppe habe 2015 weiter gesteigert werden können (plus 3,0 Prozent) und mit 980.300 t ein Allzeithoch erreicht. Neue Absatzrekorde konnten bei SB- und Convenience- (plus 5,4 Prozent) sowie Wurstwaren (plus 11,2 Prozent) erzielt werden.

Export nach China boomt

Auch im Export konnte Westfleisch die Absatzmengen teilweise deutlich erhöhen. In China stieg die Absatztonnage um über 80 Prozent auf rund 70.000 t. Die Genossenschaft konnte bei den Schlachtzahlen überproportional zulegen. So stieg die Zahl der geschlachteten Schweine auf 7,69 Millionen Tiere (plus 2,3 Prozent) und bei Großvieh auf 357.800 Tiere (plus 7,0 Prozent). Das Plus bei Kälber-Schlachtungen beträgt 9,8 Prozent.

Westfleisch stehe im Wettbewerbsumfeld weiterhin sicher und zukunftsfest da, betont die Unternehmensführung. Die Eigenkapitalquote sei hoch und die Fremdverschuldung gering. Auch die umfangreichen Maßnahmenpakete für Kostensenkungen, die bereits in der zweiten Jahreshälfte 2015 angelaufen seien, würden Wirkung zeigen. Für 2016 sei Westfleisch gut gerüstet, zeigt sich die Unternehmensführung optimistisch. (SB)
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