Die Westfleisch‐Gruppe hat das vergangene Geschäftsjahr 2015 mit einem sehr guten Ergebnis beim Fleischabsatz abgeschlossen, wie der neue geschäftsführende Vorstand Christian Leding auf der Generalversammlung der Westfleisch SCE am Montag erklärte. Mit mehr als 980.000 t Fleisch und Fleischprodukten habe das Unternehmen den Aufwärtstrend der vergangenen Jahre fortgesetzt. Die Produktion stieg 2015 den Angaben zufolge um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz der Unternehmensgruppe lag bei 2,4 Mrd. €, ein Minus von 3,9 Prozent im Vergleich zu 2014.

Westfleisch belegt laut eigenem Bekunden weiterhin Platz 3 in Deutschland und Nummer 5 in Europa. 7,69 Millionen Schweine (plus 2,3 Prozent), 378.600 Rinder (plus 7,4 Prozent) sowie 69.600 Kälber (plus 9,8 Prozent) hat der Konzern 2015 geschlachtet.

Erfolgreicher Start in die neue Saison

Die Genossenschaft könne im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahrs 2016 auf ein deutlich positives Ergebnis blicken, unterstrich Carsten Schruck, der für Finanzen, IT und Personal verantwortliche geschäftsführende Vorstand, vor den Mitgliedern in der Halle Münsterland. Mit einem konzernweiten Kostensenkungs‐ und Restrukturierungsprogramm in der Sparte „Schwein", habe die Westfleisch‐Führung mit Erfolg auf die Einbrüche des Geschäftsjahres 2015 reagiert. Leding, der zu Jahresbeginn 2016 von Dr. Helfried Giesen die Geschäftsführung für Einkauf, Vertrieb und Technik übernommen hatte, stellte fest: „Westfleisch bleibt unabhängig, krisenfest und handlungsfähig."

Für den Westfleisch‐Standort Paderborn sind nach dem Großbrand im Fleischcenter im Februar 2016 nach wie vor „alle Optionen denkbar". Es werden verschiedene Szenarien für einen Neuanfang geplant, erklärte Leding. (Sz)
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