Nach einem Bericht der Lebensmittelzeitung hat der russische Landwirtschaftsminister Nikolai Fjodorov sowohl Danone als auch PepsiCo beschuldigt, sie würden ihre Produkte für den russischen Markt mit billigen Zutaten verfälschen. Bei einem Besuch in Omsk habe der Minister einer russischen Nachrichtenagentur zufolge beiden Unternehmen vorgeworfen, dass ihre Frischmilch nur zu 20 Prozent aus frischer Milch bestehe, der Rest sei eine Mischung aus Kokos, Palmöl und anderen Zusätzen.

Danone und PepsiCo zählen zu den großen ausländischen Investoren des Landes. So hat PepsiCo 2011 für 3,8 Mrd. US-Dollar die Mehrheit am russischen Molkereikonzern Wimm-Bill-Dann übernommen und damit die größte Investition in ein ausländisches Unternehmen innerhalb der Firmengeschichte getätigt.

Danone, das in Russland an 20 Standorten 12.000 Mitarbeiter beschäftigt, zeigte sich demonstrativ verschnupft. Das französische Unternehmen wünscht sich jetzt eine Aussprache mit Fjodorov. Er habe dem Ansehen des Unternehmens in Russland Schaden zugefügt. Unter der Vertrauenskrise könnte auch Friesland Campina leiden, das in Stupino eine große Mokerei betreibt.  (az)
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