Zukunftsblick

Wettbewerb fordert Landhandel heraus

Die Firmen des privaten Landhandels in Deutschland sind durch einige Besonderheiten charakterisiert. Für Simon Gollisch von der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Ansbach lassen sich sowohl interne als auch externe Faktoren nennen. Als interne Indikatoren stellte Gollisch am Mittwoch während der Chefgespräche auf Burg Warberg insbesondere sehr geringe Margen sowie einen hohen Kapitalumschlag heraus.

Aus externer Sicht seien es ein teils extrem starker Preiskampf zwischen den Unternehmen und eine bis heute zum Teil „außergewöhnlich enge Kundenbeziehung". Hinzu kommen für den Wissenschaftler gestiegene strategische Risiken wie etwa ein ungebremster Strukturwandel in der Landwirtschaft sowie politische Unwägbarkeiten in Gestalt der Brüsseler Subventionspolitik.

„Dieses Umfeld in seiner Gesamtheit stellt die Branche vor schärfere Wettbewerbsbedingungen", betonte Gollisch. In seiner Untersuchung ging er der Frage nach, welche Präferenzen strategische Entscheidungsträger im privaten Landhandel mit Blick auf die Zukunft verfolgen. Die Untersuchung ergab ein klares Bild: „Festgestellt werden konnte ein hoher Anteil an Händlern, die eine Serviceprofilierung präferieren", so Gollisch. Als Beispiele für die Serviceleistung nannte er Fuhrpark- oder Beratungsdienstleistungen.

Dagegen sei der Anteil derjenigen, die eine reine Preisführerschaft bevorzugten, gering. Kooperationsmöglichkeiten und auch die Nachfolgethematik im Unternehmen würden die Wahl der Strategie beeinflussen. (Sz)
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