Rabobank

Wettbewerb um Chinas Fleischmarkt wächst

Die europäischen Schweinefleischvermarkter müssen investieren, um ihre Marktposition als Hauptexporteur nach China zu erhalten. Das ist das Ergebnis einer Studie der Rabobank. Europäische Verarbeiter haben im vergangenen Jahr mit rund 1,8 Mio. t den Löwenanteil am chinesischen Importmarkt bestritten. Das entspreche einem Marktanteil von etwa 60 Prozent. Chinas Fleischhunger war groß und die Preise entsprechend hoch.

Für 2017 und die darauf folgenden Jahre erwartet die Rabobank einen höheren Wettbewerb mit Anbietern aus anderen Ländern. Auch sie wollen von dem lukrativen chinesischen Markt einen Teil abbekommen und ebenfalls ihre Exporte dorthin steigern. Darüber hinaus werde auch in China die heimische Produktion ausgebaut. Dadurch könnte Europa Marktanteile verlieren und die Exporte in diesem Jahr auf 1,6 Mio. t sinken, erwartet die Rabobank.

Europäische Schweinefleischverarbeiter sollten daher verstärkt langfristige Partnerschaften mit chinesischen Verarbeitern aufbauen oder vertiefen. Auch Investitionen in die Verarbeitung sowie Distribution vor Ort seien ein Weg, um Marktanteile zu sichern und eine entsprechende Prozesskette in China aufzubauen, empfiehlt die Rabobank. (AW)
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