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Der geplante Zusammenschluss von Novartis und Astra Zeneca würde auf dem Markt für Getreidefungizide eine zu dominierende Stellung bekommen. Dies befürchten die Wettbewerbshüter der EU-Kommission und kündigten am Dienstag in Brüssel an, das Fusionsvorhaben noch einmal vier Monate lang genau unter die Lupe zu nehmen. Bedenken hat die Kommission besonders bei den Getreidefungiziden auf Basis von Strobilurin. Aber auch bei den Fungiziden für Zuckerrüben und bei Herbiziden für den Mais drohten zu viel Angebot aus einer Hand. Die Novartis AG (CH) entstand 1996 aus einer Fusion von Ciba Geigy und Sandoz. Astra Zeneca (UK) ebenfalls ein Zusammenschluss führender Chemieanbieter, gibt es seit 1999. Die beiden neuen Chemieriesen wollen nun ihr Pflanzenschutzgeschäft und das Saatgutgeschäft von Novartis zu einer Firma Namens Syngenta zusammen legen und damit im Sommer an die Börse gehen. Hat die Kommission ernsthafte wettbewerbliche Bedenken, besteht theoretisch die Möglichkeit, dass Syngenta einzelne Sparten mit zu großer Dominanz verkauft. (Mö)
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