Wettermärkte überschatten Flächenbericht

Die Hitze im US-Maisgürtel bindet die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer. Der Flächenbericht des USDA tritt in den Hintergrund. Analysten gehen davon aus, dass der vierteljährliche Flächen- und Lagerbestandsbericht des US-Agrarministeriums USDA eine leichte Ausdehnung der Maisfläche in den Vereinigten Staaten in Aussicht stellen wird. Die Meinungen gingen in Richtung 96,1 Mio. acres, was einem Plus von 230.000 acres gegenüber dem Märzbericht entsprechen würde, berichtet das Informationsportal agrimoney.com.

Doch Analysten schätzen, dass selbst eine größere Flächenausdehnung sich nicht gegen die derzeit vorherrschenden Wettermärkte durchsetzen könnte. Dagegen spricht die Hitze in den wichtigen Anbaugebieten im Mittleren Westen der USA, sagt die Bank Morgan Stanley.

Das Verhältnis von Angebot und Verbrauch an Mais in den USA gelte als knapp – daher stünden die Ertragserwartungen im Fokus des Interesses. Hier haben Analysten der Macquarie Bank eine weitere Abwärtskorrektur auf nun 15 bushel je acre vorgenommen, in seinen Wasde-Berichten erwartet das USDA derzeit noch Erträge jenseits der 160 bushel je acre.

Am deutschen Markt richten sich ein Makler dennoch auf einen leicht bearischen USDA-Flächenbericht ein, wie agrarzeitung.de in Gesprächen erfuhr. (pio)
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