Widerstand gegen Biogasanlage in Mittelfranken

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Gegen die Absicht des Energiekonzerns N-ergie im westlichen Mittelfranken eine Biogasanlage mit Aufbereitung zu Erdgasqualität und Einspeisung in das konzerneigene Erdgasnetz zu errichten, formiert sich Widerstand. Landwirte, die teilweise in der Region selbst Biogasanlagen unterhalten oder tierische Veredelung betreiben, haben sich mittlerweile zu einer Gruppe zusammengeschlossen. Sie fürchten steigende Pacht- und Rohstoffpreise, die zu Existenzproblemen führen könnten. Die von N-ergie geplante Anlage soll jährlich 40 Millionen Kilowattstunden Biogas aus rund 45.000 t Substratmaterial liefern. Dafür würden etwa 1.000 ha benötigt.

"Damit würde ein landwirtschaftliches Wachstum in der Region verhindert", sagte Christian Endreß, ein Sprecher der Anlagengegner auf Anfrage von ernährungsdienst.de. Er befürchtet zudem, dass dem privaten Landwarenhandel die Existenzgrundlage entzogen werde und somit den Bauern Bezugs- und Absatzalternativen verloren gingen. Dann könne N-ergie die Preise für Agrrohstoffe selbst bestimmen, so Endreß."Wir wollen weiterhin nachhaltige Landwirtschaft betreiben und nicht nur Rohstofflieferanten sein." Als Gegenmaßnahme sei zunächst eine Unterschriftenaktion und später eventuell ein Volksbegehren geplant. (HH)

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