Hähnchenfleisch

Wiesenhof sucht Privathof-Partner


Das Privathof-Konzept von Wiesenhof kommt bei den Verbrauchern gut an. Seit der Einführung des Tierwohl-Programms im Oktober 2011 habe sich der Absatz verachtfacht, freut man sich in der Unternehmenszentrale der PHW-Gruppe in Rechterfeld. Der größte deutsche Geflügelfleischproduzent bemüht sich intensiv um den Ausbau des Privathof-Konzepts.

 „Wir verstehen Privathof als Zukunftsmodell und sind grundsätzlich in der Lage, perspektivisch nahezu alle unsere Landwirte von der konventionellen Haltung auf Privathof-Geflügel umzustellen“, erklärt Peter Wesjohann, Vorstandsvorsitzender der PHW-Gruppe. Voraussetzung sei, dass Verbraucher und Handel sich diese neue Form der Tierhaltung in Deutschland wünschen und bereit sind, das Mehr an Tierwohl auch finanziell zu honorieren. „Dann werden wir diesen Weg mit ihnen gehen“, kündigt Wesjohann an.

Bei Privathofgeflügel ist die Besatzdichte geringer als in der konventionellen Haltung. Außerdem stehen den Tieren Strohballen, Sitzstangen, Picksteine und ein Wintergarten zur Verfügung. Die eingesetzte Rasse nimmt weniger schnell zu, sodass sich die Mastdauer um rund zehn Tage verlängert. Dass es den Tieren in den Privathofställen besser geht, hat eine wissenschaftliche Untersuchung ergeben. (SB)
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