Cropenergies

Wilton wieder am Start

Damit verbesserte sich auch in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2016/17 der Umsatz von Cropenergies auf 565 (Vj.: 558) Mio. €. Maßgeblich hat dazu die Wiederinbetriebnahme der Anlage in Wilton, Großbritannien, beigetragen. Die Bioethanolproduktion lag im Berichtszeitraum bei 735.000 Kubikmeter. Damit stieg auch der Absatz des eiweißreichen Futtermittels Protigrain. Allerdings sanken die Erlöse für Bioethanol, Futtermittel und Gluten. Somit blieb das operative Ergebnis von März bis November 2016 mit 59 (Vj.: 63) Mio. € knapp unter dem Vorjahreszeitraum. Der Jahresüberschuss nach Steuern stieg immerhin auf 36 (30) Mio. €.

Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklungen hat Cropenergies die Prognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben und erwartet nun einen Umsatz zwischen 760 und 790 Mio. € und ein operatives Ergebnis in einer Bandbreite von 70 bis 85 Mio. €.

Kritik äußert das Unternehmen in seinem Quartalsbericht an der europäischen Energiepolitik. So sieht der jüngste Entwurf der EU-Kommission eine Kürzung des Anteils von Biokraftstoffen aus Ackerpflanzen von 7 Prozent im Jahr 2021 auf maximal 3,8 Prozent im Jahr 2030 vor. Dagegen soll der Anteil von Kraftstoffen der 2. Generation stufenweise von 1,5 Prozent im Jahr 2021 auf 6,8 Prozent im Jahr 2030 ansteigen.

Es sei, so das Unternehmen zu befürchten, dass bei der Umsetzung des Entwurfs der EU-Kommission nicht der Verbrauch fossiler Kraftstoffe zurückgehen würde, sondern die Nutzung bereits markteingeführter, hocheffizienter Biokraftstoffe

Um dies zu verhindern, setzt sich Cropenergies gemeinsam mit den Verbänden auf nationaler und europäischer Ebene für einen wachsenden Anteil erneuerbarer Kraftstoffe im Transportsektor ein. Dabei könne eine Fortentwicklung alternativer Kraftstoffe nur zusätzlich zu - und nicht anstelle von - bereits etablierten Biokraftstoffen aus regionalen Ackerpflanzen erfolgen. (da)
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