Erneuerbare Energien

Windkraftanlagen sollen leiser werden


Windkrafträder verursachen Schall und Erschütterungen. Wie beides zusammenhängt und besser prognostiziert und gesenkt werden kann, erforschen Wissenschaftler nun im bundesweiten Projektverbund Tremac. Tremac will die Planung, Entwicklung und Akzeptanz von Windkraftanlagen verbessern und objektive Kriterien für deren Emissionen entwickeln, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster.

Hierfür gehen die Experten dem Zusammenwirken akustischer und seismischer Schwingungen auf den Grund. Laut IWR planen sie ein Rechenmodell, das beide Emissionen abbildet. „Wir wollen die gesamte Wirkungskette von der Anlage bis zum Anwohner nachrechnen", wird Theodoros Triantafyllidis, Koordinator von Tremac, zitiert. Im Projekt solle dabei eine einzige Modellierungskette die Rechenmodelle für alle schwingenden Anlagenteile und die Umgebung zusammenführen, also drehende Rotorblätter, Triebstrang, Gondelaufhängung und Turmstruktur, Fundament und Baugrund mit verschiedenen topographischen Geländeformen sowie Luft bis hin zu nahe gelegenen Wohngebäuden und Arbeitsstätten.

Tremac wurde initiiert vom süddeutschen Forschungscluster Windfors. Partner sind das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Universität Stuttgart, die TU München, die Universität Bielefeld, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und die Firma Mesh Engineering. Hersteller und Betreiber von Windkraftanlagen sollen den Verbund ergänzen. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) fördere Tremac von 2016 bis 2019 mit knapp 2 Mio. €. (Sz)
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