Die Windenergie an Land ist das Rückgrat der erneuerbaren Energien. Um die Kosten im Rahmen zu halten, mahnt Bundesumweltminister Peter Altmaier einen Ausbau mit Augenmaß an.

„Windenergie ist der zentrale Pfeiler der Energiewende", sagte Bundesumweltminister Peter Altmaier heute beim 3. EEG-Dialog zum Thema Windenergie in Berlin. Der Windstromerzeugung an Land bescheinigte er das größte Potential unter den erneuerbaren Energien.

Nach Angaben des Bundesumweltministeriums hat der Anteil der Stromeinspeisung aus Windenergie 2012 mehr als 45 TWh betragen und deckte damit etwa 8 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs. Die durchschnittlichen Förderkosten je erzeugter Kilowattstunde liegen bei rund 9 Cent und sind damit niedriger als in fast allen anderen regenerativen  Energien. Der Zubau der Windstromproduktion an Land in den vergangenen Jahren habe durchschnittlich 2.000 MW betragen und werde künftig deutlich steigen, prognostizierte der Minister. Im Jahr 2014 könnte der Ausbau auf über 3.000 MW steigen.

Diese hohe Ausbaudynamik verursache Probleme beim Netzausbau und hohe Kosten. Altmaier sprach sich deshalb für einen „stabilen aber flachen Ausbaupfad" bei der Windenergie aus und warnte vor einem Boom, wie er beim Bau von Photovoltaik-Anlagen stattgefunden hatte. Ziel müsse es künftig sein, für das gleiche Geld mehr Windstrom zu produzieren, forderte der Minister. Deutlich gesunkene Anlagenpreise eröffnen nach Einschätzung des Umweltministeriums Spielraum für eine deutliche Absenkung der Vergütungssätze ohne den Ausbau der Windenergie auszubremsen.

Altmaier verteidigte in Berlin erneut sein im Januar vorgestelltes Konzept für eine „Strompreisbremse". Er bekräftigte seine Absicht, ein entsprechendes Gesetz noch vor der Bundestagswahl im Herbst umsetzen zu wollen. (sch)

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