Winterbraugerste im Norden gesucht


Das französische Malzunternehmen Malteurop will mittelfristig mehr Winterbraugerste in seinen deutschen Werken verarbeiten. In Sachsen wirbt der Verarbeiter um Landwirte. Dr. Wolfhard Schmidt, Sortenmanager des Konzerns, hat am Donnerstag auf einer gemeinsamen Informationsveranstaltung mit der Saaten-Union im sächsischen Lohmen auf den Bedarf hingewiesen. Im Malteurop-Werk Heidenau besteht nach Angaben von Schmidt zur Ernte 2011 eine Nachfrage bis zu 10.000 t. Das lokale Angebot belaufe sich nur auf etwa 6.000 t. Die Lücke müsse bisher übergebietlich in Deutschland oder aus anderen EU-Ländern gedeckt werden.

Auch Dr. Matthias Kessler von der Saaten-Union erwatet wachsende Chancen für Winterbraugerste. Ein nachhaltiges Bekennen zu dieser Winterfrucht würde die Zuchtarbeit und die Versorgung mit Saatgut allerdings deutlich erleichtern, appellierte Kessler an die Mälzer. Die Saaten-Union arbeite zurzeit an Nachfolgersorten für die aktuelle Winterbraugerste Malwinta. (dg)
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