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Getreide- und Rapskulturen zeigen sich in Polen gut entwickelt. Die Fläche für Weizen und Roggen ist größer als im Vorjahr. Nach einem Bericht des Warschauer Statistikamtes sind die Herbstsaaten landesweit problemlos über den Winter gekommen. Sommergetreide und Sommerraps konnten vergleichsweise früh bestellt werden. Seither haben die Felder ausreichend Niederschläge und Wärme abbekommen. In der Statistik wird der Zustand der Winterkulturen durchweg mit „gut“ bis fast „sehr gut“ beurteilt – das sind Traumnoten für polnische Verhältnisse. Die Sommerkulturen haben bei den Feldbesichtigungen ein mittleres „gut“ erreichen können.

Das Statistikamt hat außerdem am Freitag eine erste Schätzung der Getreidefläche zur Ernte 2008 veröffentlicht. Danach dürfte der Getreideanbau (ohne Mais) in Polen mit rund 8 Mio. ha gegenüber dem Vorjahr praktisch konstant geblieben sein. Ausgedehnt worden ist jedoch Wintergetreide auf Kosten der Sommerarten. Nach Kulturen hat Weizen und Roggen Fläche gewonnen, wogegen der Anbau von Gerste, Triticale und Hafer gegenüber dem Vorjahr eingeschränkt worden ist. Außerdem beziffert das Statistikamt die Anbaufläche von Winter- und Sommerraps auf zusammen 750.000 ha. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 6 Prozent. Um 5 Prozent haben die polnischen Landwirte den Zuckerrübenanbau vermindert. Er umfasst nach Angaben der Statistiker zur Ernte 2008 rund 235.000 ha. (En)

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