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Schon im August könnte die geplante Novellierung der Düngeverordnung an den Bundesrat weitergeleitet werden. Die Aufbringung von Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft soll auf grundsätzlich 170 kg N/ha auf landwirtschaftlichen Flächen begrenzt sein. Für intensiv genutzte Grünland- und Gemüsebauflächen ist vorgesehen, eine Option der Nitratrichtlinie zu nutzen, nach der bei nachgewiesenem hohen Bedarf auch höhere Wirtschaftsdüngermengen aufgebracht werden können. Diese Regelung, die eine Aufbringungsobergrenze von 230 kg N/ha vorsieht, wird aus Verfahrensgründen durch eine parallel zu beratende eigenständige Verordnung eingeführt. Dieser muss der EU-Nitratausschuss zustimmen.

Für Stickstoff und Phosphor ist eine Nährstoffbilanzierung vorgesehen. Betriebe, die im dreijährigen Durchschnitt bestimmte Grenzwerte überschreiten, müssen in einer ersten Stufe Beratung in Anspruch nehmen und bei Überschreiten einer zweiten höheren Stufe mit einem Bußgeld rechnen. (da)
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