Wirtschaftswachstum in Mittel- und Osteuropa

1

Im dritten Jahr in Folge weisen die mittel- und osteuropäischen Staaten ein im weltweiten Vergleich überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum auf. Das zeigt ein Anfang der Woche veröffentlichter Bericht der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, Frankfurt am Main. In der gesamten Region wächst die Wirtschaft 2003 gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 4,7 Prozent. In den GUS-Staaten liegt das Wachstum bei plus 6,2 Prozent, in den mitteleuropäischen und baltischen Staaten bei plus 3,3 Prozent sowie in den südosteuropäischen Staaten bei plus 3,9 Prozent. Die Bank warnt allerdings, dass in den GUS-Staaten das Wachstum vor allem auf hohen Preisen für Erdöl beruht. In den mitteleuropäischen und baltischen Staaten sieht die Bank Wachstumsimpulse vor allem durch Staatsausgaben, die gleichzeitig zu hohen Haushaltsdefiziten führen. Wenn diese Länder künftig nach ihrem EU-Beitritt auch frühzeitig der Euro-Zone beitreten wollen, müssen sie nach Einschätzung der Bank schmerzliche Einschnitte in ihren öffentlichen Ausgaben vornehmen. In den südosteuropäischen Staaten sieht die Bank weitere Wachstumsimpulse, wenn der Prozess der politischen Stabiliserung und regionalen Integration fortgesetzt wird. (db)
stats