Wissenschaftler aus aller Welt diskutieren Gentechnik sehr kontrovers

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Wie unterschiedlich die Ansichten zum Thema Gentechnik und Nahrungsmittelsicherheit weltweit sind, zeigt sich auf der internationalen Konferenz zum Thema "Gentechnisch veränderte Nahrungsmittel", die derzeit in Edinburgh (Schottland) statt findet. Vor allem ein deutliches Nord-Südgefälle zwischen den rund 400 Teilnehmern der Konferenz, die von der britischen Regierung ausgerichtet und von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gesponsort wird, tut sich auf. So ermahnten Wissenschaftler aus Entwicklungsländern vor allem westliche Gentechnik-Gegner, diese Technologie nicht einfach so abzulehnen. Auch Bedenken über negative Umweltauswirkungen und unverantwortliches Handeln einzelner Konzerne wurden von den Teilnehmern nach Informationen der Financial Times nicht immer geteilt. Ein chinesischer Wissenschaftler wies stolz auf die erfolgreiche Entwicklung von GV-Pflanzen im eigenen Land hin, während europäische Wissenschaftler zu bedenken gaben, dass die Auswirkungen in der Nahrungsmittelkette noch unzureichend untersucht seien. (ED)
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