Fünf Agrarökonomen der Universität Göttingen kritisieren die Grundausrichtung der Agrarpolitik. Sie wenden sich mit ihrer Expertise an den Bundestagsausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Die Forscher empfehlen eine effiziente Agrarpolitik über die aktuelle Reform hinaus. Sie kritisieren vor allem das System der Direktzahlungen und das vorgesehene Greening-Konzept. „Eine stärkere Umweltorientierung der GAP ist inhaltlich sinnvoll und dringend notwendig“, sagt der Göttinger Agrarökonom Dr. Sebastian Lakner.

Allerdings sei aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen in den EU-Ländern, „das Konzept kaum einheitlich umsetzbar“, so Lakner. Umweltmaßnahmen sollten so definiert werden, dass sie spezifisch auf Länder und Regionen zugeschnitten sind, so die Wissenschaftler in ihrem Diskussionsbeitrag. (hed)
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