Neonicotinoide

Wissenschaftler sehen Gefahr für Wasserinsekten

Wissenschaftler der Universität Utrecht haben nun einen Zusammenhang hergestellt zwischen der Anwendung von Insektiziden mit neonicotinoiden Wirkstoffen in der Landwirtschaft und dem schwindenden Insektenreichtum in Oberflächengewässern. Sie halten ein internationales Verbot von Imidacloprid für angebracht. Der Wirkstoff sei sehr schädlich und baue sich nur langsam ab. Insekten und wirbellose Tiere in und am Rande von Oberflächengewässern seien sehr empfindlich gegen das Neonicotinoid.

Zudem fanden sie in den vergangenen Jahren in fast der Hälfte der untersuchten Gewässer mehr als die zulässige Menge an dem Wirkstoff. Und genau dort waren deutlich weniger Wasserinsekten wie Libellen, Wasserjungfern und Eintagsfliegen anzutreffen. An einigen Stellen wurde der Grenzwert sogar um das 25.000-fache überschritten. (brs) 
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