1

Die Lebensmittelkontrolleure in Mecklenburg-Vorpommern haben unstimmig deklarierte Wurstprodukte gefunden, wie das Schweriner Landwirtschaftsministerium mitteilt. Von den bislang vorliegenden 80 Untersuchungsergebnissen seien vier positiv. Bei diesen vier Produkten konnten Rindfleischeiweiße nachgewiesen werden, obwohl sie als "rindfleischfrei" deklariert waren. Darunter seien zwei Produkte aus Niedersachsen und ein Produkt aus Schleswig-Holstein. Bei dem Produkt aus Schleswig Holstein müsse allerdings noch das Herstellungsdatum überprüft werden. Unklar sei, ob die Wurst tatsächlich erst nach dem Zeitpunkt produziert wurde, ab dem das Unternehmen eine rindfleischfreie Produktion angegeben hat.
Die Analysen im Landesveterinär- und Lebensmitteluntersuchungsamt Rostock haben auch den Befund eines Labors aus Nordrhein-Westfalen bestätigt, wonach ein Produkt der Fleischwarenfabrik Rostock Bramow GmbH Rindfleischeiweiße enthält, obwohl es als "rindfleischfrei" deklariert wurde. "Allerdings wurden die Rindfleischeiweiße in zugekauften Produkten nachgewiesen, die einmal als Sehnen vom Schwein und als Schweinefleisch gewolft deklariert sind", erklärte das Amt. Die Behörde empfahl dem Unternehmen, das Produkt aus dem Handel zurückzurufen. Der mecklenburg-vorpommersche Landwirtschaftsminister, Till Backhaus, kommentierte "Ich gehe davon aus, dass das Rostocker Unternehmen künftig ausschließlich von zertifizierten und zugelassenen Betrieben Waren zukauft, um eine lückenlos sichere Produktion zu gewährleisen und eine Irreführung des Verbrauchers auszuschließen." (ED)
stats