Wurth-Kauf kommt ZG Karlsruhe teuer zu stehen


Die Übernahme von Teilen des Pflanzenschutzmittelhändlers Wurth durch die ZG Raiffeisen Karlsruhe hat ein Nachspiel. Das Bundeskartellamt verhängt gegen die ZG ein Bußgeld. Die badische Hauptgenossenschaft ZG Raiffeisen eG, Karlsruhe, muss ein Bußgeld in Höhe von 414.000 € wegen des Verstoßes gegen das Vollzugsverbot beim Erwerb von wesentlichen Vermögensgegenständen der insolventen Wurth Agrar GmbH & Co. KG, Appenweier, bezahlen. Dies sieht eine Entscheidung des Bundeskartellamtes vor. 

Die ZG Raiffeisen hatte im Mai 2009 ein von der Wurth Agrar als Lager für Pflanzenschutzmittel genutztes Betriebsgrundstück erworben. Dieser Erwerbsvorgang unterlag der Fusionskontrolle und hätte zunächst beim Bundeskartellamt angemeldet werden müssen. Die beteiligten Unternehmen hätten den Erwerb erst nach Prüfung und Freigabe durch das Bundeskartellamt vollziehen dürfen, begründet das Kartellamt die Strafe. 
Der Bußgeldbescheid ist noch nicht rechtskräftig, dagegen kann Einspruch eingelegt werden, über den das Oberlandesgericht Düsseldorf entscheidet. Allerdings habe sich die ZG Raiffeisen zu einer einvernehmlichen Verfahrensbeendigung bereit erklärt, so das Bundeskartellamt. (da)
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