Yara bleibt zuversichtlich


Der norwegische Düngemittelhersteller Yara International ASA, Oslo, verzeichnet einen schwachen Start in die Frühjahrssaison. Im Jahresverlauf dürfte sich die Nachfrage wieder beleben. Yara lässt sich nach einem schwachen Jahresauftakt nicht entmutigen. "Schließlich muss gedüngt werden, um einen weiteren Rückgang der weltweiten Getreideernte zu vermeiden", erklärte Ole Haslestad, der Yara-Vorstandsvorsitzende, bei der Vorstellung der Quartalszahlen. Das Unternehmen erzielte im 1. Quartal 2012 einen Umsatz von 21 Mrd. norwegischen Kronen (NOK), umgerechnet rund 2,7 Mrd. €, gegenüber 19,8 Mrd. NOK im Vorjahresquartal. Der Nettogewinn erreichte 3,0 (2,9) Mrd. NOK, umgerechnet rund 396 Mio. €.

Der Start in die Saison 2012 verlief für Yara in Westeuropa alles andere als erfreulich. Zu der allgemeinen Kaufzurückhaltung kam noch das trockene und kalte Frühjahr hinzu, das die Düngerwirkung reduzierte. Vor allem der Absatz von Mehrnährtstoffdüngern und Harnstoff war rückläufig. Stabil war hingegen der Verkauf von Nitratdüngern wie KAS. Seit März konnten die vollen Läger geräumt werden. Im 1. Quartal 2012 verbuchte Yara einen Mengenrückgang bei Sticktstoffddüngern in Westeuropa um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch für das Gesamtjahr wird Yara Abstriche beim Absatz machen müssen. (da)
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