Yara durch Ausfall in Libyen belastet


Der norwegische Düngemittelkonzern Yara erwartet im Herbst einen steigenden Absatz für Stickstoffdünger. Das Unternehmen berichtet von hohen Margen. Für das 1. Halbjahr 2011 weist Yara International ASA, Oslo, in den heute vorgelegten Zahlen einen Umsatz von umgerechnet rund 4,8 Mrd. € aus. In nationaler Währung beträgt der Anstieg gegenüber dem 1. Halbjahr 2010 rund 23 Prozent. Um etwa den gleichen Prozentsatz ist auch das operative Ergebnis (Ebit) angestiegen. Mit den Margen zeigt sich das Unternehmen sehr zufrieden.

Der Nettogewinn fällt dagegen im 1. Halbjahr 2011 mit umgerechnet 650 Mio. € um 2 Prozent geringer als im Vorjahr aus. Das Unternehmen, das in norwegischen Kronen bilanziert, führt den Rückgang zum einen auf die Abschwächung des US-Dollars zurück. Besonders ins Gewicht fällt der Ausfall der Ammoniakproduktion in Libyen, die Yara erst 2009 in Betrieb genommen hatte. Diese ungeplante Abschreibung der Investitionen belastet die aktuellen Zahlen.

Trotz der Ausfälle in Libyen hat Yara im 1. Halbjahr 2011 rund 12,7 Mio. t Düngemittel und damit 6 Prozent mehr als im Vorjahr verkauft. In Europa hat die Trockenheit im April und Mai jedoch zu Verzögerungen geführt. Für die kommenden Monate rechnet der Hersteller mit einem steigenden Bedarf an Stickstoffdüngern. Die Bestände an Nitrat sollen niedrig sein. (db)
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