Yara hat das vor sechs Jahren gestartete Engagement in Libyen einen hohen Verlust eingebracht. Aufgrund der unsicheren Lage in dem nordafrikanischen Land und weil man in der Yara-Zentrale kaum noch Hoffnung auf eine schnelle Besserung der Situation hat, soll die Beteiligung am Harnstoffhersteller Lifeco zu einem großen Teil abgeschrieben werden. An dem Gemeinschaftsunternehmen Libyan Norwegian Fertiliser Company (Lifeco) ist Yara zu 50 Prozent beteiligt. Je ein Viertel der Anteile hielten bei Unternehmensgründung im Jahr 2009 die National Oil Corp. of Libya (NOC) und die Libyan Investment Authority (LIA). Yara hatte in das Unternehmen 225 Mio US-$ investiert. Jetzt soll die Beteiligung bis auf einen Restbuchwert von 18 Mio. US-$ abgeschrieben werden.

Trotz der Wertberichtigung hat Yara die Hoffnung auf Besserung noch nicht begraben. An der Unternehmensführung von Lifeco werde man sich weiter beteiligen, betont das Unternehmen. Ziel bleibe die Wiederaufnahme der vollen Produktion. Voraussetzung dafür sei eine Verbesserung der Sicherheit und der politischen Lage in Libyen. Die Wertminderung der Lifeco-Anteile werde sich im ersten Quartal 2015 auf den EBIT und das EBITDA auswirken. Die Zahlen werden an diesem Freitag vorgelegt. (az)
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