Das Unternehmen baut sein internationales Geschäft weiter aus. Die Norweger wollen von der indischen Tata Chemicals für 400 Mio. US-$ das Harnstoffwerk und Vertriebsgeschäft in Uttar Pradesh kaufen, teilte Yara International am Mittwoch mit. "Die Akquisition stellt einen weiteren wichtigen Schritt in unserer Wachstumsstrategie dar“, sagte Svein Tore Holsether, Präsident und CEO von Yara. Sein Unternehmen verschaffe sich so eine gute Position im weltweit zweitgrößten Düngemittelmarkt.

In dem Werk werden jährlich 700.000 t Ammoniak und 1,2 Mio. t Harnstoff produziert. Der Umsatz dort habe zum Ende des Geschäftsjahres Ende März 2016 bei 350 Mio. US-$, das Ebida bei 35 Mio. US-$ gelegen, teilte Yara mit. Das Werk sei das energieeffizienteste in ganz Indien und würde in diesem Punk gleichauf mit Yaras besten Produktinsstätten liegen.

Zuletzt hatte Yara angekündigt, in den nächsten Jahren fast 300 Mio. US-$ in das Werk in Brasilien zu investieren, um dort die Produktionskapazitäten zu verdoppeln. 2013 hatte Yara dort die brasilianischen Düngemittelfabriken und Läger von Bunge übernommen.

Anfang des Jahres hatte Holsether eine neue Unternehmensstruktur präsentiert, mehrere Führungskräfte nahmen ihren Hut. Grund: Operativ läuft es für den weltgrößten Düngemittelhersteller nicht rund. Im ersten Quartal brach das Ebitda um 12 Prozent, im zweiten Turnus sogar um 22 Prozent ein. Vor allem niedrige Düngerpreise haben zu dem schlechten Abschneiden geführt. (sp)
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