Yara wächst mit Harnstoff

Einen rückläufigen Umsatz verzeichnet der norwegische Düngemittelhersteller Yara International ASA, Oslo, im 3. Quartal. Hohe Energiekosten belasten. Um 4 Prozent konnte Yara in den Monaten Juli bis September 2012 seine weltweiten Düngemittellieferungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum ausbauen. Bei einer genauen Betrachtung ist vor allem der Umsatz bei Harnstoff um 13 Prozent gestiegen, was hauptsächlich auf einen höheren Umsatz in Brasilien und Nordamerika zurückzuführen ist.

Weniger erfreulich gestaltete sich der Umsatz mit Nitratdüngern. Hier sank der globale Umsatz von Yara im Berichtszeitraum um 6 Prozent im Vergleich zum 3. Quartal des Vorjahres.

Die absolute Mengensteigerung konnte einen Umsatzrückgang nicht verhindern, weil die Preise für Stickstoffdünger gesunken sind. Hauptursache des weltweit schwächeren Preisniveaus vor allem bei Harnstoff ist eine deutlich niedrigere Exportsteuer, die China für Harnstoffausfuhren verhängt hat.

Für die kommenden Monate rechnet das Unternehmen mit einem stärkeren Anreiz der Landwirte, Dünger für die Frühjahrssaison 2013 zu kaufen. Einzelheiten über den Verlauf der Einlagerungsphase seit Juli nennt Yara nicht.

Für die Monate Januar bis September 2012 nennt Yara einen Umsatz von 63,5 Mrd. NOK, umgerechnet rund 8,6 Mrd. €, der Nettogewinn liegt leicht unter Vorjahr mit 8,4 Mrd. NOK (1,1 Mrd. €). (da)
  
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