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Auf praxisnahe Prognosemodelle, die den Befall mit tierischen und pflanzlichen Erregern vorhersagen und den Termin für Pflanzenschutzmaßnahmen genauer bestimmen, wird die Landwirtschaft auch in Zukunft nicht verzichten wollen - im Gegenteil, sie werden angesichts der Rohstoffknappheit und eines intensiveren Ackerbaus immer wichtiger. "Lediglich die Schwerpunkte verschieben sich", erklärte Dr. Benno Kleinhenz, Geschäftsführer der Zentralstelle der Länder für EDV-gestützte Entscheidungshilfen und Programme im Pflanzenschutz (ZEPP), anlässlich des 10-jährigen Jubiläums gestern in Bad Kreuznach.

"Künftig geht es nicht mehr darum, wann Erreger auftreten, sondern wie sie sich verändern und ausbreiten", sagt Kleinhenz gegenüber ernaehrunsgdienst.de. Mit dem Klimawandel wird auch die Prognose bedeutender, ob neue Schädlinge und Erreger die Landwirtschaft beschäftigen werden. Die Aspekte der Klimaforschung will die ZEPP künftig in ihre Modelle einbringen und dazu auch das Geoinformationssystem GIS nutzen. Bis jetzt sind unter der Federführung der ZEPP 31 Modelle für den Ackerbau und neun Gartenbaumodelle entwickelt worden. (AW)

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