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In Niedersachsen nimmt die Zahl der bäuerlichen Direktvermarkter nach Jahren der stetigen bis stürmischen Expansion inzwischen leicht ab. Nach einer Pressemeldung des Landvolks Niedersachsen sind vor allem solche Betriebe Opfer des Trends zur Schnäppchenjagd, die die Direktvermarktung ohne große Investitionen nebenher betreiben. Als Beispiel wird der Verkauf gesackter Kartoffeln ab Hof während der Ernte genannt. Profi-Direktvermarkter, die viel Geld in Hofläden oder Verkaufswagen investiert haben und eine bedeutenden Teil ihres Einkommens mit diesem Betriebszweig verdienen, pflegten dagegen das Standbein intensiv weiter. Der Anteil der direktvermarktenden Landwirte werde in den nächsten Jahren von derzeit 4 auf 6 Prozent steigen, weil die anderen Bauern nicht nur häufiger als die Direktvermarkter, sondern auch öfter als früher die Hoftore schließen. In Niedersachsen geben täglich sieben bis acht Bauern auf, teilte das Landvolk mit. Im Jahr 2003 wirtschafteten noch 57.588 Landwirte in diesem Bundesland, 8,7 Prozent weniger als zwei Jahre zuvor. (GH)
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