Tiernahrung

Zeit der Rekorde ist vorüber


Mit einer Menge von mehr als 24 Mio. t erreichte die Mischfutterproduktion in Deutschland im Jahr 2014 einen neuen Rekordwert, berichtete der Präsident des Deutschen Verbandes Tiernahrung (DVT), Jan Lahde heute in Berlin. Das mit Abstand wichtigste Segment bleibe nach wie vor Futtermittel für Schweine. Mit 9,7 Mio. t im Jahr 2014 sei dessen Menge im Vergleich zum Vorjahr sogar noch um 100.000 t erhöht worden. Und das "trotz der wirdrigen Umstände auf dem Schweinemarkt mit teilweise ruinösen Erzeugerpreisen in der zweiten Jahreshälfte", so Lahde. 

Ebenfalls erhöht hat sich seinen Aussagen zufolge die Produktion von Rindermischfutter. Mehr als 90 Prozent davon würden in die Milcherzeugung fließen, führte Lahde aus. Trotz rückläufiger Milchauszahlungspreise habe die Produktion von Rindermischfutter auf 7,2 Mio. t. erreicht.

Prozentual betrachtet sei für die Futterproduktion für Legehennen mit 2,2 Mio. t im Vergleich zum Vorjahr der größte Zuwachs zu verzeichnen. Futter für Mastgeflügel dagegen liege mit gut 4 Mio. t unterhalb der im Vorjahr erreichten Menge. Grund dafür sei, dass die Geflügelmast in der vergangenen Zeit nicht mehr aufgestockt worden sei, sagte Lahde.

Für alle Futtermittel hätten sich im vergangenen Jahr Preisrückgänge ergeben. Den Gesamtumsatz der Branche bezifferte Lahde für 2014 mit 7,7 Mrd. €, nach 8,2 Mrd. € im Jahr zuvor. In seinem Ausblick für das laufende Jahr ging Lahde von einem rückläufigen Absatz aus. Es scheine, "dass wir mit dem Ergebnis aus dem Jahr 2014 wohl vorerst den Zenit erreicht haben", so der DVT-Präsident. (jst)
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