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Die russische Regierung hat die Modalitäten für die Auffüllung und Verwendung eines zentralen Fonds für Saatgut landwirtschaftlicher Pflanzen festgelegt. Der entsprechenden Verordnung zufolge dürfte der Fonds zur Deckung des Bedarfs an Saatgut in den Regionen dienen, wo es nicht oder nur in unzureichenden Mengen produziert wird. Außerdem soll auch für Hilfen an landwirtschaftliche Produzenten auf die Reserve zurückgegriffen werden, zum Beispiel bei Naturkatastrophen. Zu finanzieren ist dies aus dem zentralen Haushalt sowie anderen gesetzlich erlaubten Quellen. Erworben werden darf zertifiziertes Saatgut vor allem aus heimischer Erzeugung. Allerdings sind auch Saatgut-Ankäufe im Ausland zulässig, deren Produktion in Russland nicht möglich oder unwirtschaftlich ist. Für die Auffüllung und Verwaltung des Fonds ist das Landwirtschaftsministerium in Moskau zuständig. (pom)
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