Nachhaltigkeit

Zertifizierungssystem auf dem Weg

Über die Nachhaltigkeit der Produktion von Rohstoffen für die Ernährungswirtschaft besteht an vielen Stellen Unsicherheit. Zwar gibt es bereits eine Vielzahl von Standards und entsprechender Labels, doch ist die Aussagekraft häufig begrenzt. Auch sind die Kosten für die Implementierung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise bisher kaum zu beziffern, so Prof. Gernot Klepper vom Institut für Weltwirtschaft, Kiel, heute in Berlin. Dennoch stehe außer Zweifel, dass die Vorteile der nachhaltigen Wirtschaft die Kosten weit übersteigen werden, sagte er auf einer Informationsveranstaltung der ISCC System GmbH, Köln. Im Vorfeld der in dieser Woche stattfindenden G 7-Konferenz zur Nutzung natürlicher Ressourcen verweist die ISCC auf die Notwendigkeit eines Zertifizierungssystems, welches möglichst die gesamte Wertschöpfungskette von Rohstoffen biologischen Ursprungs abdecke. Die Zertifizierung durch eine unabhängige Stelle sichere die allgemeine Anerkennung der beteiligten Wirtschaftspartner. Darin enthalten sein könnten höchste Standards ökologischer und sozialer Art sowie Kriterien für Treibhausgasemissionen oder auch die Rückverfolgbarkeit. ISCC verweist darauf, dass seit ihrem Start im Jahr 2010 bereits mehr als 10.000 Zertifikate in mehr als 100 Ländern ausgestellt worden seien. Anzustreben sei eine Lösung des "One Stop Shopping" für alle Rohstoffe und Märkte, so ISCC. (jst)
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