Der zahlungsunfähigen Zirn Agrar GmbH aus Giengen an der Brenz, Kreis Heidenheim, droht bis Ende August dieses Jahres das Aus. Wie erwartet gebe es für das Gesamtunternehmen unter anderem wegen großer Schäden bei Kunden und Lieferanten keine Zukunft, erklärt der Ulmer Rechtsanwalt und vorläufige Insolvenzverwalter, Michael Pluta. Im Geschäftsjahr 2008/09 hat die Zirn Agrar GmbH bei einem Umsatz von rund 69 Mio. € erhebliche Verluste in der Düngemittel- und Getreidesparte erwirtschaftet. Die Forderungen von Banken, Lieferanten und Landwirten betragen etwa 8 Mio. €. Am 4. März wurde das vorläufige Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Aalen beantragt.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen die Geschäftsführung der Zirn Agrar GmbH wegen des Vorwurfs der Insolvenzverschleppung und anderer Wirtschaftsdelikte. Das ordentliche Insolvenzverfahren soll wohl Ende Mai eröffnet werden. Insider wollen unterdessen gegenüber az.de nicht mehr ganz ausschließen, dass es möglicherweise "mangels Masse" gar nicht mehr zu  einem ordentlichen Insolvenzverfahren kommen könnte.  (HH)
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