Zollerhöhung bremst ukrainische Fleischimporte

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Ab dieser Woche erhebt die Ukraine für die meisten Importe einen zusätzlichen Zollsatz von 13 Prozent. Lieferungen von Schweinefleisch aus der EU dürften fast zum Stillstand kommen. Ohnehin ist der Absatz in die Ukraine seit Herbst 2008 wenig rentabel, weil der Wertverfall der ukrainischen Währung importierte Waren extrem verteuert hat. Hinzu kommt, dass die ukrainische Bevölkerung wegen der schweren Wirtschaftskrise sogar an Nahrungsmitteln sparen muss. Die US-Botschaft in Kiew schätzt, dass 2009 der Fleischverbrauch im Land gegenüber 2008 um 18 Prozent sinken wird.

Überproportional hoch könnte mit fast 40 Prozent der Rückgang des Schweinefleischverbrauchs in der Ukraine ausfallen. Am meisten betroffen sein dürften nach Beobachtung der Amerikaner die Importe, die überwiegend aus EU-Ländern stammen. Sie hatten 2008 mir rund 180.000 t einen Rekordwert erreicht. Für 2009 schätzt die US-Botschaft lediglich Schweinefleischimporte von 50.000 t. Auch die Inlandserzeugung von Schweinefleisch wird in der Ukraine sinken. Die Amerikaner schätzen einen Rückgang um 27 Prozent auf nur 440.000 t. (db)

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