Zu Bt11-Mais muss die Kommission entscheiden

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EU-Verbraucherkommissar David Byrne wird im Laufe des Monats Mai den gentechnisch veränderten Bt11-Mais seinen Kommissarskollegen zur Genehmigung vorlegen. Der EU-Agrarministerrat äußerte sich am Montag in Luxemburg nicht eindeutig und überlässt damit die Entscheidung der EU-Kommission. Die EU-Mitgliedstaaten sind in der Frage der Gentechnik weiterhin gespalten.

Die dänische Agrarministerin Marian Fischer-Boel drängte die Kommission im Rat am Montag, bald einen Vorschlag für GVO-Grenzwerte in konventionellem Saatgut vorzulegen. Sie schlug einen extrem niedrigen Grenzwert von 0,1 Prozent für alle Kulturarten vor, um eine Reinheit der konventionellen Landwirtschaft zu ermöglichen. Dänemark wurde von Österreich und Luxemburg unterstützt. Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast warnte ebenfalls davor, dass das Nebeneinander von konventionellem Anbau und Anbau von gentechnisch veränderten Kulturpflanzen zu einem größeren Problem werden könnte, je dominierender der Anteil an GV-Kulturen werde. Die Kommission kündigte einen Vorschlag für die kommenden Wochen an. Die Kommission hatte bisher GVO-Grenzwerte von 0,3 Prozent für Raps, 0,5 Prozent für Kartoffeln und 0,7 Prozent für Soja vorgesehen. (Mö)

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