Die österreichischen Bauern stellen den Verarbeitern reichlich Milch zur Verfügung. Die Menge im Juli überschreitet das Vorjahresniveau. Im Juli 2011 haben die Landwirte in Österreich ihre erhöhten Milchanlieferungen an die Molkereien und Käsereien beibehalten. Konkret überschritten sie mit einer Menge von rund 246.000 t das Vorjahresniveau um 5,4 Prozent, berichtet das Agrarische Informationszentrum (AIZ) in Wien unter Berufung auf aktuelle Berechnungen der Agrarmarkt Austria (AMA). Seit Beginn dieses Kalenderjahres ergab sich den Angaben zufolge eine Anlieferung von 1.738.764 t. Bezogen auf das aktuelle Quotenjahr 2011/12 lag die Menge von Anfang April bis Ende Juli damit um 4 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Für das laufende Milchquotenjahr 2011/12 werden, wie bereits in den Vorjahren, wiederum zirka 30.000 t Milchquote in Österreich zugeteilt. Es handelt sich dabei um die dritte von insgesamt fünf Anhebungen (jeweils um 1 Prozent), welche im Rahmen des EU-Health-Checks 2008 beschlossen wurden. Die Beantragung erfolgte automatisch mit den abgegebenen Mehrfachanträgen. Sofern ein Milcherzeuger im Jahr 2011 keinen Mehrfachantrag abgegeben hat, aber die Voraussetzungen für die Zuteilung erfüllt, kann er diese bis 31. August 2011 direkt bei der AMA beantragen. Bemessungsgrundlage ist die am 31. März 2011 einzelbetrieblich zustehende A-Quote, so AIZ. (az)
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