Zu wenig Daten über landwirtschaftliche Einkommen

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Über die Einkommen der landwirtschaftlichen Haushalte wisse die EU-Kommission zu wenig. Dies kritisierte der Europäische Rechnungshof, der am Montag in Straßburg seinen Sonderbericht "Zur Messung der landwirtschaftlichen Einkommen durch die Kommission" vorlegte. In der Statistik fehlten vor allem außerlandwirtschaftliche Einkommen, bemängelte Hedda von Wedel vom Rechnungshof.

Die Erhöhung der Einkommen der Landwirte sei Ziel der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Wenn die Kommission nicht wisse, wie diese genau aussehe, könne sie auch ihre Politik nicht sinnvoll ausrichten, bemängelte Wedel. Die Kommission antwortete, es sei nicht ausschlaggebend, ob eventuell die Rente einer Großmutter im Betrieb nicht berücksichtigt werde, um die Agrarpolitik zu gestalten. Die Kommission sei aber dankbar für Hinweise vom Rechnungshof. Sie wolle die Statistik verbessern und die EU-Mitgliedstaaten auffordern, die Daten auf gleiche Weise zu erfassen. (Mö)

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